Topp Downloads
Der helle Wahnsinn regierte in Riede
Quelle: Thedinghäuser Zeitung, 15.02.2010, JB
Riede (JB). 100 Jahre MTV Riede, 53 Jahre Karneval, und dieser Karneval mit dem Konzept, erstmals im Zelt zu feiern, wurde zur spektakulärsten, mit akrobatischen Höchstleistungen und tänzerischem Können gespickten Galavorstellung, wie sie bislang wohl kaum in Riede jemals zu erleben war. Mit himmlischen Segen durch den Kanonenabschuss von Pastorin Gudrun Schwabe ausgelöst, wurde das verrückte närrische Treiben im wohlig warmen Riesenzelt auf dem Schützenplatz mit rund 280 närrischen Gästen eröffnet, das von Karnevalspräsident „Spezi" Andreas Böse-Bartels davor in seiner unnachahmlichen Manier eingeläutet worden war.
In einer brodelnden Atmosphäre mit Power und Dampf, ansteckend, frei nach dem Motto „da simmer dabei, Riede-Helau!" traten die Super Mädels als Cheerleaders auf, die „No Name" kündigten den Einmarsch des Prinzenpaares Jan Cord I. und Ilka I. (Ortmann) an, die in Begleitung des Funkenmariechens Bianca Hans, Offizier Marcel Grashoff und der gewehrschwingenden Prinzengarde die Bühne in Beschlag nahmen, unter den Augen des Elferrates. In der Prinzenrede bekam so mancher sein Fett ab, dann der Gardetanz, erste Zugaberufe, wo sollte das bloß noch hinführen? Und immer wieder donnerte das „Riede-Helau" durch den karnevalistischen „Tempel". Die heißesten Meldungen des Tages aus Riede, die Tagesschau ließ grüßen, von den Schnackers Andrea & André, dazu Klatsch und Tratsch am laufenden Band, der Saal tobte. Die „Roten Funken", neue Mädels, neuer Tanz, eine Supervorstellung, gefolgt von den „Granadas" der 90er Jahre und dann hieß es „heia Safari" mit der Truppe „Just for Fun", absolute Spitze. Stimmungssongs von Bernd Bielefeld, „Spezi" wurde als geilste Sau der Welt bezeichnet, das närrische Volk außer Rand und Band, was folgte? Natürlich eine Riesenpolonaise durch das Zelt, Wahnsinn, ein Tollhaus, einfach komplett verrückt. Orientalischer Bauchtanz der „Muschelschubser", das hatte auch was und aus etwa 400 Kehlen erschallte schunkelnd „trink, trink, Brüderlein trink", gibt es noch eine Steigerung? Ja, „Obzession" eine heiße Stewardessen-Nummer par excellence. Das „Sextett", eine Show glühender Männer, da gerieten nicht nur die Närrinnen in Ekstase. Im Karneval ist eben alles erlaubt. Und dann das Riesenfinale, die Band „Good Fellas" mit Höchstleistungen, das haste noch nicht gesehen, „da simmer dabei" und „Viva Colonia" für alle Ewigkeit im Rieder Karneval, die Supershow, einmalig toll.







