Sekunden nach dem Abpfiff entfuhr Bastian Stein ein Satz, der voller Schadenfreude steckte: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“ Der Co-Trainer klärte mit Genugtuung in der Stimme auf: „Nach unserem 0:4 letzten Sonntag in Ottersberg grinste Gregor Schoepe noch und sagte uns, dass er die Klasse halten würde.“ Der Abstieg der Wümme-Elf durch das 0:1 beim Rotenburger SV II hatte sich natürlich wie ein Lauffeuer herumgesprochen.
Uwe Bischoff fand ganz schnell wieder die Fassung, als er nach seiner Flugstunde geerdet war: „Meine Mannschaft hat sich diesen tollen Abschluss verdient. Sie hat durch Einsatz und Kampf wieder den richtigen Teamgeist an den Tag gelegt und gezeigt, dass wir mit jedem in dieser Liga mithalten können.“ Nur diese Entscheidungen am letzten Spieltag sind ihm langsam über: „Ich weiß nicht, warum wir es immer bis kurz vor Schluss so spannend machen müssen.“
So wunderte es niemanden mehr, dass Stefan Scholz mit einem Geniestreich endgültig alles klar machte: Der vor der Saison aus der Bezirksliga Braunschweig gekommene Mittelfeld-Mann hob die Kugel sehenswert über Keeper Neugebauer hinweg und schob sie zum 4:2 in die Maschen (67.). Der Rest war eine einzige Feier, als hätte da ein Team den Titel geholt.
Spannend war es hingegen in Hälfte eins gewesen. Tiemo Ohrenberg köpfte nach Ecke freistehend das frühe 0:1 (12.) – es schien Zittern angesagt. Aber auch ohne Mesut Kadah (Rotsperre), Hagen Röpke und Florian Brüns (beide bei einer Hochzeit) behielt Riede die Nerven und schlug schnell zurück: Schumachers glänzenden Pass in die Gasse verwertete der alles überragende Scholz zum 1:1 (17.), nur fünf Minuten später traf Kai Schumacher nach missglückter Abwehr von Neugebauer mit dem Knie zum 2:1. Kurz vor der Pause nährte Stephan Enghard mit dem 2:2 noch einmal die FC-Hoffnungen (41.).
